Aufsatz

Inszenierte Authentizität am Beispiel der Schlacht von Hastings in Medieval II: Total War
Von: 
Janko Dunker, Benjamin Dupke, Stefanie Reinhold, Coretta Storz
Authentizitätskonzeption, schematisch
Historische Computerspiele sind der Spannung zwischen Geschichtsdarstellung und -modellierung unterworfen. Anhand von "Medieval II: Total War" untersucht der vorliegende Beitrag Inszenierungsmittel, die diese Spannung trotz Widerständen überwinden.
 
 
Von: 
Takuma Melber
Lieutenant-General Arthur Percival (2. v. links mit Union Jack) und seine Offiziere schreiten zur Unterzeichnung der Kapitulation Singapurs am 15. Februar 1942.Quelle: Imperial War Museum (public domain).

„Die Brust schwillt vor lauter Glückseligkeit. Singapur ist gefallen, ist gefallen! Über der klaren Südsee steigt die japanische Flagge empor.“

 
 
Annäherungen an das Simulationsspiel
Von: 
Josef Köstlbauer
Panzer General (SSI Mindscape, 1994)
Krieg und Spiel stehen in einem besonderen Verhältnis zueinander, und das nicht erst, seitdem Computerspiele Nachbildungen fiktiver und realer Schlachten von der Antike bis in die Gegenwart in unsere Wohnzimmer holen. Heute stellt sich vielmehr die Frage, ob diese Kriegsspiele, insbesondere solche, die im engeren Sinne als Simulationsspiele zu verstehen sind, nicht bereits solch einen Grad an Realitätsnähe erreicht haben, dass sie der Realität vorgreifen, statt sie ab- und nachbildend zu begleiten?
 
 
Eine Einführung in den Themenschwerpunkt
Von: 
Martin Clauss/Martin Munke/Markus Pöhlmann
Panzer General (SSI Mindscape, 1994)
Die Aufsätze dieses Themenschwerpunkts gehen auf die Jahrestagung des Arbeitskreises Militärgeschichte zurück, die vom 26. bis 28.11.2015 an der Technischen Universität Chemnitz durchgeführt wurde. Kooperationspartner waren die dortige Professur Europa im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit und die Professur Medienpsychologie.
 
 
Zur Bildgeschichte des Truppenbesuchs von Erich Honecker bei der NVA 1984
Von: 
Christoph Nübel
Abb. 2. Honeckers Handschlag (BA, Bild 183-1984-0621-028)
Eine 1984 geschossene Aufnahme zeigt Erich Honecker, wie er einem Soldaten aus einer Gruppe von Fallschirmjägern die Hand schüttelt. Der Handschlag, der Eintracht, Treue und Freundschaft symbolisiert, sollte die Verbundenheit von SED und Nationaler Volksarmee demonstrieren. Handschläge waren wesentlicher Bestandteil der Berichterstattung über Militärmanöver, bei denen die NVA als effiziente „Armee des Volkes“ gezeigt wurde.
 
 
Gedanken eines Historikers ohne Einblick
Von: 
Klaus Schmider
In einem Beitrag für das Portal Militärgeschichte vom 5. September diesen Jahres war Heiner Moellers so freundlich, sich kritisch mit einem Artikel aus meiner Feder zum Umgang der Bundeswehr mit dem Traditionsnamen Werner Mölders auseinanderzusetzen. Seine Replik konzentriert sich im Wesentlichen auf das Wesen der Inneren Führung und auf die Frage, inwiefern der Name Mölders mit dieser jemals kompatibel war.
 
 
Von: 
Andreas Weiß
Kolonialkriege waren im Deutschen Kaiserreich ein politisch brisantes Thema. Der Essay geht der Frage nach, wie sie in der wichtigsten Lektürequelle für Jugendliche, den Schulbüchern, dargestellt wurden.
 
 
Von: 
Marcel Berni
Ein US-Marine im Vietnamkrieg 1966. Im Hintergrund ist die Sprengung einer Vietcong-Stellung zu sehen. (Quelle: wikimedia commons/NARA)
Als die 18-jährige Bui Thi Huong am Abend des 23. Septembers 1966 einschlief, rechnete sie nicht in ihren schlimmsten Albträumen damit, was ihr in der kommenden Nacht widerfahren würde. Huong lebte im südvietnamesischen Weiler Xuan Ngoc, etwas außerhalb des Dorfes Ky Chanh im Distrikt Ly Tin - rund 200 Kilometer südlich der demilitarisierten Zone, die seit der Genfer Indochinakonferenz 1954 Vietnam teilte. Die Amerikaner verwendeten für die in der Umgebung lose zusammenliegenden Weiler die Bezeichnung „Xuan Ngoc“.
 
 
Eine Replik auf Klaus Schmider
Von: 
Heiner Möllers

Welche Helden braucht die Bundeswehr, oder: braucht der Staatsbürger in Uniform überhaupt welche? Diese Fragen umranken die seit Jahren stattfindende Debatte um den Jagdflieger Werner Mölders. Der von der NS-Propaganda in Szene gesetzte Vorzeigeheld war von 1968 bis 2005 Namensgeber eines Zerstörers der Marine, einer Kaserne der Luftwaffe in Niedersachsen sowie eines Jagdgeschwaders der Luftwaffe in Bayern. Und gerade dort hat die Aberkennung des Namens 2005 viel Widerspruch hervorgerufen, teilweise zu Recht, wie Klaus Schmider anmerkt.

 
 
Gedanken zum Umgang mit der Geschichte
Von: 
Stig Förster
Stig Förster in Mongolen-Outfit
Beim folgenden Text handelt es sich um die Abschiedsvorlesung, die ich am 20. Mai 2016 an der Universität Bern gehalten habe. Bis auf kleinere Korrekturen ist der Text unverändert. Im Hinblick auf wörtliche Zitate und unmittelbar erwähnte Schriften habe ich jedoch Anmerkungen hinzugefügt.
 
 

Seiten